Wenn Kinder die Welt bereisen und Eltern Ängste haben #4

Teil Nummer 4 meiner Blog-Parade "Wenn Kinder die Welt entdecken und Eltern Ängste haben".

Heute darf ich euch die bezaubernden Bloggerinnen Sarah und Pana vorstellen. Sarah dachte sich mit 15 ihre Eltern mal so richtig schocken zu müssen und Pana hat sich dazu entschieden, die Welt auf einem Surfbrett zu besuchen.

Sarah // Rapunzel will raus

Sarah Althaus

Sarah lebt und arbeitet rund um die Welt, seit sie 15 Jahre alt ist. Ob Kaffeepflücken auf Hawaii, in einem Hilfswerk in Nepal oder als Digitale Nomadin auf Weltreise - sie bleibt wo das Glück sie hält. Eine besondere Liebe verbindet sie mit Lateinamerika, obwohl sie zur Zeit gerade den Schweizer Winter und die Alpenwelt in vollen Zügen geniesst.

 

Wie lange und warum reist du eigentlich?

Seit ich 15 Jahre alt bin, reise ich durch die Welt - mal alleine, mal mit Reisepartnern. Egal wohin oder mit wem, eine Reise ist immer ein unvergessliches Erlebnis mit vielen tollen Erfahrungen. Und das ist auch einer der Hauptgründe, wieso es mich immer wieder in unbekannte Ecken dieser Welt zieht: Der neuen Erfahrungen wegen. Den Abenteuern wegen. Den Menschen wegen. Und einfach, weil das Zurückdenken an diese Reiseerlebnisse immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht zaubert.

 

Was sagen deine Eltern dazu, dass du als digitale Nomadin / Weltenbummlerin die Welt bereist?

Als ich 15 Jahre alt war habe ich meine Eltern geschockt, als ich Ihnen gebeichtet habe, dass ich eine Reise nach Griechenland gebucht habe. Zwei Jahre später bin ich per Interrail nach Marokko gefahren und mit 19 für mehr als ein halbes Jahr nach Südamerika. Obwohl sie bei der ersten Reise noch geschockt waren, haben Sie sich schnell an meine Reiselust gewöhnt und mich sogar ermutigt, die Welt zu erkunden. Meinen Eltern war von Beginn weg klar, dass die Reiselust meine grosse Leidenschaft werden würde und es besser ist, mich zu unterstützen, als es mir schwer zu machen. Als ich vor zwei Jahren auf Weltreise aufgebrochen bin, hat das niemanden gross überrascht und schon gar nicht meine Eltern. Natürlich sind sie auch besorgt um mich, aber das gehört wahrscheinlich zum Elternsein dazu. 

Aber meine Reiselust habe ich ja auch von irgendjemandem vererbt bekommen... Daher sind es manchmal sogar meine Eltern, die mir neue Reiseziele nahe legen oder mich ermutigen, die nächste Reise in Angriff zu nehmen.

Pana // TAKEOFFANDTRAVEL

Pana Leontiadu

Auf Panas Surf-Weltreise-Blog TakeOffandTravel findest du Berichte von geilen Surfspotsfremden Ländern und von all dem, was dir als Surfer und als Mensch unterwegs begegnen kann. Immer mit Tipps und Hinweisen für ebenso Surfsüchtige wie sie selbst oder die, die es noch werden wollen.

 

Wie lange und warum reist du eigentlich?

Ich reise seit November 2014, weil ich vor allem ein Ziel verfolge: Jeden Tag Surfen! Und wenn ich sowieso schon die Heimat verlasse, um ans Meer zu kommen, wieso dann nicht gleichzeitig meiner anderen Leidenschaft nachgehen: Alleine losziehen und die Welt reisend entdecken. Logisch also: Surf-Weltreisen! Mit dem Surfbrett unter meinem Arm ziehe ich also durch die Welt und mache genau das!

 

Was sagen deine Eltern dazu, dass du als digitale Nomadin / Weltenbummlerin die Welt bereist?

Wenn ich sage, dass meine Eltern am Anfang überhaupt nicht von meiner Idee begeistert waren, dann kann man sich das Ausmaß dessen wahrscheinlich nicht annährend vorstellen. Wenn man dann noch hinzufügt, dass wir Griechen sind und die Durchschnitts-Griechin mit 29 bereits mindestens zwei Kinder, einen Ehemann und ihre Schwiegereltern mit im eigenen Haus hat, dann wächst vielleicht so langsam eine Vorstellung davon, wie verrückt mein Vorhaben für meine Eltern war.

Dementsprechend entsetzt waren sie und dementsprechend schwierig war meine Beichte an meine Eltern. Allerdings, und das rechne ich meinen Eltern sehr hoch an, haben sie sich Tag für Tag mit dem Gedanken auseinandergesetzt und mich zu guter Letzt trotz Zweifel mit Zusicherung ihrer Unterstützung im Notfall ziehen lassen.

Ihre wohl größten Sorgen: Dass sie mich nicht sehen. Dass sie nicht wissen, wie es mir geht. Dass mir etwas zustoßen könnte. Klar, wie bei allen Eltern.

Vor allem aber hat meinen Eltern speziell eines Sorge gemacht: Da sie als Gastarbeiter nach Deutschland kamen, ist ein sicherer Job für sie essentiell. Und obwohl ich ein Sabbatjahr bekommen hatte und eine Verlängerung dafür bekomme, hat es meinen Eltern große Angst gemacht. Der Verlust von Arbeit bedeutet Existenzängste.

Mittlerweile hat sich das Blatt aber komplett gewendet: Sie sind wahnsinnig stolz darauf, wie ich das alles so gebacken bekomme und wie ich auch unterwegs immer Mittel und Wege finde, um meine Reisekasse aufzubessern. Sie wussten schon immer, dass ich gut auf mich aufpassen kann, aber jetzt sind die erst Recht davon überzeugt. Sie sind an der ganzen Situation sehr mit mir mitgewachsen und sind glücklich darüber, dass ich glücklich bin. Was das ganze extrem vereinfacht hat: Der gute Kontakterhalt durch Skype, sodass sich meine Abwesenheit oftmals gar nicht so schlimm anfühlt.

Meine Eltern sind einfach toll – Egal, wie hart es für sie war: Ich danke ihnen von Herzen, dass sie meinen Weg akzeptieren und sogar unterstützen! Meine Mutter postet mittlerweile sogar regelmäßig Surfvideos. Wer weiß, vielleicht bekomme ich sie am Ende noch aufs Surfbrett?

 

 

Wie du bei den Geschichten von Sarah und Pana sehen kannst, Eltern sind erst einmal geschockt, wenn ihre Kids auf einmal flügge werden. Doch sie gewöhnen sich mit der Zeit daran. Wenn sie sehen, dass es einem selbst gut tut und man glücklich ist, mit dem was man macht, dann stehen die Eltern irgendwann ganz hinter einem und fangen sogar an mitzufiebern! Bis dahin kann es manchmal ein steiniger Weg sein, doch bleibe deinem Weg treu. Mache was du für richtig hälst. Denn es ist DEIN Weg und nicht der anderer, nicht einmal deiner Eltern!

 

 


 Wie findest du die Geschichte von Sarh und Pana?

Wie sehen es deine Eltern?

Lass es mich in den Kommentaren wissen!


 

Hier findest du alle Teile dieser Serie:

Wenn Kinder die Welt bereisen ...

Wenn Kinder die Welt bereisen ...   #1

Wenn Kinder die Welt bereisen ...   #2

Wenn Kinder die Welt bereisen ...   #3

Wenn Kinder die Welt bereisen ...   #5

Wenn Kinder die Welt bereisen ...   #6

Wenn Kinder die Welt bereisen ...   #7

 

 

Titelbild: unsplash.com // by Pedro Venâncio


Ich empfehle dir mit gutem Gewissen für deine Reisen:

 

Die Beste Kreditkarte für deine Reisen!

 

Die Auslandskrankenversicherung für die Welt!

Ich freue mich auf deinen freundlichen und hilfreichen Kommentar!