Abenteuer pur – Santo Domingo nach San Juan, 278 Kilometer in 28 Stunden

Reisen ist toll und macht Spaß, aber ist nicht immer einfach!

Manchmal dauert alles einfach ein wenig länger, gerade in der Karibik muss man sich darauf einstellen. So ist es auch Steffi und mir ergangen. Auf unserem Weg von der Dominikanischen Republik nach Puerto Rico, Rincón haben wir tatsächlich für eine Luftlinie von nur 278 Kilometer, 28 Stunden gebraucht.

Ja, du hast richtig gehört, 28 Stunden für nur 278 Kilometer, wie ist das denn bitte möglich!? Nein, es war nicht der Superstau, es war noch viel cooler... 😉

AUSREISE AUS DER DOMINIKANISCHEN REPUBLIK

Sonntag Nachmittag, 16 Uhr haben wir das Haus von Nico und Fabian in Santo Domingo verlassen. Ab zum Terminal Don Diego ( Fährstation, auch Sansouci genannt ). Von dort ging dann das Abenteuer los.
Ich musste erstmal 4000 Pesos bezahlen, was etwa 79€sind, um aus der DomRep zu kommen. Warum so viel fragst du dich bestimmt. Das liegt daran, das ich etwa 4,5 Monate in der Dominikanischen Republik verbracht habe und das Gesetz es vorsieht, dass man soviel zahlt.

Hier findest du die Auflistung, wieviel man wann bezahlen muss, um aus der DomRep heraus zu kommen:

Bis 60 Tage - 0 Pesos weil Touristenkarte, für die man bei Einreise 10 USD oder 10€ zahlen muss.

60 Tage bis 3 Monate - 2.500 Pesos ( etwa 49€ )

3 Monate bis 6 Monate - 4.000 Pesos ( etwa 79€ )

6 Monate bis ... - weiß ich leider nicht mehr und ich habe auch nur alte Versionen im Internet gefunden. Dieser Stand ist vom November 2014, da wurde der Tarif geändert.

Aber das war es noch nicht. Jeder der Ausreist, muss noch einen Tax von 20 USD zahlen, damit er wirklich dann auch aus dem Land darf.
Also alles im allen musste ich 110 USD zahlen, um überhaupt aus der Dominikanischen Republik zu dürfen.

TIPP: Wenn du innerhalb der des Touristenvisum bleibst, musst du also nur 20 USD zahlen, bleibst du jedoch länger als 60 Tage, musst du die oben beschriebenen Beträge zusätzlich zahlen.

FÄHRE - ÜBERFAHRT NACH SAN JUAN, PUERTO RICO

Nach einem Hin und Her bei der Ausreise ging es dann auf die Fähre. Eine traumhafte Aussicht vom Deck auf die Skyline von Santo Domingo inklusive.

Wenn man das Ticket für die Fähre bucht, kann man sich entscheiden, ob man eine Kajüte haben möchte oder nicht. Diese kostet natürlich um einiges mehr. Somit haben wir uns für die einigermaßen bequemen, Kinositzähnlichen Sitze entschieden, auf denen jeder Platz nehmen kann. Aber um eine Nacht auf der Fähre zu überstehen und billig zu reisen, reicht das auf jeden Fall aus.
Hier findest du die Abfahrtszeiten der Fähre. Die Tage wechseln jedoch je nach Jahreszeit. Also am besten im vorhinein anrufen oder ein paar Tage vorher am Terminal Don Diego vorbei schauen. Kleiner Tipp am Rande, du musst mindestens 2 Tage vor Abfahrt buchen, sonst kostet es dich nochmal 30 USD mehr!

Morgens gegen 7:30 Uhr fährt die Fähre langsam in den Hafen von San Juan ein, vorbei am Castillo San Filipe del Morro. Allein für diese Aussicht lohnt es sich, die Fähre von Santo Domingo nach San Juan zu nehmen!

Castillo San Filipe del Morro
Castillo San Filipe del Morro

 

EINREISE NACH SAN JUAN, PUERTO RICO

Nach einer traumhaften Fährfahrt freut man sich, so schnell wie möglich durch die Einreisekontrollen zu kommen, um dann seinen Tag in San Juan, oder auf der Weiterfahrt zu genießen.
Doch Pustekuchen!
Erstmal aus der Fähre raus, dann in zwei Reihen aufstellen. Eine für die Einheimischen und die andere für alle anderen die keinen Pass der USA haben. Innerhalb einer Stunde waren alle Menschen mit einem USA Pass durch und wir, die "Ausländer" standen da. Das Beste daran, zwei der vier Zollbeamten sind dann auch in ihren wohlverdienten Feierabend gegangen und somit mussten zwei Beamte die restlichen Menschen aus der ganzen Welt durch die Einreise bringen. Ja, die hat dann auch nur geschlagene 3 bis 4 Stunden gedauert. Ein Klacks für alle die, die warten mussten. Aber für uns war die Sache damit noch nicht gegessen. Wir, Steffi und Ich musste noch in einen gesonderten Raum und durften uns der besonderen Fragenvielfalt der USA aussetzen. "Was machst du hier? , Wieso genau Puerto Rico? , "Hast du mehr als 10.000 USD in Bar dabei?" ... Sehe ich so aus als hätte ich Geld dabei!? Zu gut! 😉


VON SAN JUAN NACH RINCÓN

Endlich, nach 19 Stunden haben wir es geschafft, aus Santo Domingo auszureisen, eine halbwegs gemütliche Nacht auf der Fähre zu verbringen und die Einreise nach San Juan zu überstehen.

Vom Fährterminal mussten wir dann erstmal circa 1-2 Kilometer zu Fuß laufen ( mit dem schweren Rucksack, kein Kinderspiel - zum Thema Packliste, schau hier nach ), um einen ATM  und eine Busstation zu finden. Dort gab es dann erstmal eine leckere selbstgemachte Pizza. Zum Glück war Steffi so Geistesgegenwärtig bei Abreise in Santo Domingo, uns eine leckere Pizza für die Reise zu kredenzen. Steffi, du bist die BESTE!

Mit dem ersten Bus ( 75 Cent ) mussten wir dann quer durch San Juan, bis nach Sagrada Corazón fahren. Von dort ging es mit dem Zug ( 1,50USD ) nach Rio Piedras. In Rio Piedras ging es zu Fuß durch das Studentenviertel bis hin zum Office von Linia Sultana. Diese fahren mit einem Pickup von San Juan in den Westen der Insel, bis nach Mayaguez. Aber man kann vorher anrufen und einen Pick-up oder Bringservice zu vereinbaren.

Um 15:30 Uhr ging es dann endlich aus San Juan los in Richtung Mayaguez / Rincón. Im Vorhinein haben wir mit dem Driver ausgemacht, dass er uns für 25 USD, anstatt 15 USD direkt nach Rincón zum Rincón Surf Hostel fährt.

ANKUNFT IN RINCÓN

Nach einer Fahrt von 4 Stunden sind wir endlich in Rincón angekommen. Nur leider ohne einen wirklichen Plan wo das Rincón Surf Hostel ist. Auch der Fahrer kannte es nicht, somit sind wir noch etwa eine halbe Stunde in und um Rincón umher geirrt bis wir schließlich das Rincón Inn aufgesucht haben. Nur leider dort, ohne Reservierung ab Abends um 18 Uhr auch kein reinkommen mehr.
Somit ist uns nichts anderes übrig geblieben, als in ein Hotel ( Villa Cofresi ) einzuchecken. Gesagt getan, für "nur" 70 USD haben wir ein ganz schniekes Hotelzimmer mit fast Ocean View bekommen. Aber dafür direkt am Strand, mit Pool und Frühstück inklusive.

28 Stunden nach der Abreise im 278 Kilometer entfernten Santo Domingo lagen wir nun im Bett in Rincón, wir hatten es geschafft.

Am nächsten Tag, nach dem Frühstück, einer Runde im Meer und im Pool sind wir zum Rincón Inn gelaufen und haben uns hier ein Zimmer genommen. Nun genießen wir die Gegend mit perfekten Stränden zum Surfen und Snorkeln.
Ebenso, unterhalb des Rincón Inn befindet sich die Bar Lucky 13BBQ. Hier findest du nette und verrückte Menschen und die besten Tuna Tacos die ich je gegessen habe. Ein Besch lohnt sich...

TIPP: Das Rincón Surf Hostel gibt es nicht, oder ist gerade erst am öffnen. Ich weiß es nicht und habe es auch nicht wirklich heraus bekommen. Da es aber keinen anderen günstigen Unterkünfte gibt, mach vorher eine Reservation im Rincón Inn und genieße die Ankunft.

 

Abschließend kann ich sagen, manchmal stellt man sich alles sehr einfach und gelassen vor beim Reisen.
Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Plane immer mehr Zet ein und lass dich nicht aus der Ruhe bringen. Nimm es so wie es kommt! Denn du kannst an der Situation nichts ändern.
Das einzigste was du machen könntest, dir im vorhinein mehr Gedanken zu machen und mehr zu planen. Doch selbst dann wird es nie 100%tig laufen, das verspreche ich dir! 😉

 


 

Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht oder hast du Bedenken vor deiner Reise? Dann lass mich daran in den Kommentaren teilhaben!

 


 


 

2 Comments on “Abenteuer pur – Santo Domingo nach San Juan, 278 Kilometer in 28 Stunden

  1. Hallo Marcus,
    schön zu lesen das es dir gut geht.. Ich verfolge ab und an deine Reise über deinen sehr schönen Blog und frage mich irgendwie öfters wie du dich verständigst. Sicher hast du schon etwas Spanisch oder so gelernt oder? Mich würde es interessieren, wie das so klappt :)
    ansonsten HOCK ON
    lg Merlin

    1. Hey Merlin,
      Danke für deine lieben Worte! Naja, Spanisch ist mittlerweile, nach fast 6 praktizieren zu meiner „Muttersprache“ geworden, naja fast zumindest! Aber ich habe keine Probleme mehr mit auf Spanisch oder Englisch zu verständigen! Im nächsten Jahr möchte ich Richtung Südostasien, da werde ich mich wieder aufs neue orientieren müssen…..
      Hock on u nur das Beste
      Marcus

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